Rechner Schwangerschaft

Wie groß ist mein Baby? Dein Baby in 3D – in Echtgröße, Woche für Woche

Wie groß ist dein Baby gerade? SSW eingeben und das 3D-Modell in Echtgröße ansehen – drehbar, zoombar, mit Alltagsobjekten verglichen. Kostenlos.

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„So groß wie eine Zitrone“ – dieser Satz steht in fast jeder Schwangerschafts-App und hilft nur begrenzt weiter. Hier gibst du stattdessen deine Schwangerschaftswoche ein und siehst dein Baby als dreidimensionales Modell: drehbar, zoombar und im Echtgrößen-Modus direkt neben einem Alltagsgegenstand deiner Wahl. Das Werkzeug ist kostenlos, ohne Anmeldung nutzbar und deckt jede Woche von der 9. bis zur 40. SSW ab.

Der Fakt dazu: Das mittlere Gewicht steigt von 35 Gramm in der 10. SSW auf 3.619 Gramm am Termin – für jede einzelne Woche belegt.

Das 3D-Modell: Woche eingeben, Größe sehen

Deine Eingabe: die aktuelle Schwangerschaftswoche – oder, wenn du sie gerade nicht im Kopf hast, der errechnete Geburtstermin. Dazu wählst du das Vergleichsobjekt, neben dem dein Baby erscheinen soll: Früchte oder Alltagsgegenstände. Wenn du unsicher bist, in welcher Woche du gerade bist, rechnet der SSW-Rechner sie dir aus.

Was du bekommst: dein Baby in Echtgröße als Modell, das du mit dem Finger drehen und heranzoomen kannst, dazu den Echtgrößen-Modus, in dem Baby und Objekt maßstabsgetreu nebeneinanderstehen. Unter dem Modell stehen die belegten Werte der Woche.

Diese Werte zeigt die Anzeige: das mittlere Gewicht ab der 10. SSW mit der Spanne zwischen 10. und 90. Perzentile, die Femurlänge ab der 14. SSW, das Vergleichsobjekt der Woche – und die gemessene Scheitel-Steiß-Länge, aber nur bis zur 15. SSW.

Und was sie nicht zeigt: eine Zentimeterangabe ab der 16. SSW. An dieser Stelle bleibt das Feld leer, mit einem Hinweis statt einer Zahl. Der Grund steht weiter unten – kurz gesagt: Ab dieser Woche gibt es für keine der beiden Längenarten eine Referenzkurve, die wir benennen könnten.

Drei Fragen, die sich direkt nach dem ersten Blick stellen

BOX — Wie groß ist mein Baby in dieser Woche? Die Anzeige nennt dir das Gewicht in der 50. Perzentile und die Spanne von der 10. bis zur 90. Perzentile. Das ist ein Mittelwert aus einer großen Untersuchungsgruppe, kein Wert für dein Kind. In der 20. SSW liegen zwischen zwei völlig unauffälligen Babys 275 und 387 Gramm – und am Termin über tausend Gramm.

BOX — Warum sieht das Modell anders aus als mein Ultraschallbild? Weil es ein Durchschnittsmodell ist. Es bildet Größe, Haltung und Proportionen ab, wie sie für diese Woche typisch sind – nicht dein Kind. Ein Ultraschallbild zeigt eine einzelne Schnittebene deines Babys, das Modell zeigt eine vollständige Form, die keinem einzelnen Kind gehört. Beides nebeneinanderzulegen und Unterschiede zu deuten, führt in die Irre.

BOX — Woher stammen die Größenangaben? Die Gewichte kommen aus der Referenz von Hadlock und Kollegen (1991), die Femurlängen und die Scheitel-Steiß-Längen aus den INTERGROWTH-21st-Standards. Alle drei sind veröffentlichte Referenzkurven, die wir Woche für Woche nachgeschlagen haben. Ab der 16. SSW steht bei uns bewusst keine Länge – dafür gibt es keine solche Kurve, und wir drucken keine Zahl, für die wir keine Quelle nennen können.

Was der Größenvergleich zeigt – und was er nicht kann

Warum ein Echtgrößen-Modell mehr zeigt als ein Obstvergleich

Obstvergleiche sind eingängig, aber sie transportieren nur eine einzige Zahl: die Länge. Was sie nicht zeigen, ist die Form. Ein Baby in der 20. SSW ist nicht bananenförmig – es hat einen im Verhältnis sehr großen Kopf, angewinkelte Beine und einen Rumpf, der deutlich schmaler ist als die Frucht, mit der es verglichen wird.

Ein dreidimensionales Modell zeigt Proportionen, Haltung und Entwicklungsstand gleichzeitig, und es verändert sich von Woche zu Woche sichtbar – nicht nur in der Beschriftung. Genau das macht den Unterschied für dein Gefühl von der Schwangerschaft: Nicht die Zahl in Zentimetern bleibt hängen, sondern das Bild. Wie weit die Obstvergleiche tatsächlich tragen und für welche Objekte es überhaupt eine amtliche Größennorm gibt, rechnet die Obstvergleich-Übersicht nach – am bekanntesten Beispiel, dem Baby so groß wie eine Zitrone.

Praxistipp: Der Echtgrößen-Modus wirkt am überzeugendsten, wenn du dein Handy flach auf den Tisch legst und das gewählte Objekt danebenlegst. Ab etwa der 20. SSW lohnt sich das besonders – die Unterschiede zwischen zwei Wochen werden dann deutlich sichtbar.

Größe und Gewicht über die drei Trimester

Als schnelle Einordnung die Spannen je Trimester. Die vollständige Reihe für jede einzelne Woche steht in der Übersicht zur Baby-Größe nach SSW, einzelne Wochen haben eigene Seiten mit Fokus-Karte – etwa die Baby-Größe in der 20. SSW und die Baby-Größe in der 17. SSW.

ZeitraumLängeGewicht (50. Perzentile)Beleglage der Länge
1. Trimester (9.–13. SSW)2,2 → 6,8 cmab der 10. SSW: 35 → 73 ggemessene Scheitel-Steiß-Länge, Referenzkurve vorhanden
2. Trimester (14.–27. SSW)8,1 → 9,4 cm (nur bis zur 15. SSW)93 → 1.055 gab der 16. SSW keine belegte Länge
3. Trimester (28.–40. SSW)keine Angabe – siehe unten1.210 → 3.619 gab der 16. SSW keine belegte Länge

Gewichte: 50. Perzentile nach Hadlock FP, Harrist RB, Martinez-Poyer J (1991), In utero analysis of fetal growth: a sonographic weight standard, Radiology 181(1):129–133, Tabelle 1. Die Referenz beginnt mit der 10. SSW; validiert wurde das Modell dort an Feten der 14. bis 21. SSW. Angaben beziehen sich jeweils auf den Beginn der genannten Woche, also 20+0 für die 20. SSW.

Längen der 9. bis 15. SSW: 50. Perzentile der INTERGROWTH-21st Early Pregnancy Standards, Perzentiltabelle „International Fetal Size Standards in Early Pregnancy“, © University of Oxford; zugrunde liegende Arbeit Papageorghiou AT, Kennedy SH, Salomon LJ et al. (2014), Ultrasound in Obstetrics & Gynecology 44(6):641–648, doi:10.1002/uog.13448. Der Standard deckt 8+2 bis 15+0 SSW ab – davor und danach führen wir keinen Längenwert. Angaben beziehen sich jeweils auf den Beginn der genannten Woche, also 20+0 für die 20. SSW.

Warum die Länge in anderen Tabellen bei 20/21 springt

Zwischen der 20. und der 21. SSW macht die Zentimeterangabe in fast allen Tabellen einen Sprung von rund 16 auf über 26 Zentimeter. Das ist kein Wachstumsschub, sondern ein Wechsel der Bezugsgröße: Bis dahin steht dort die Scheitel-Steiß-Länge ohne Beine, danach die volle Körperlänge. Diese volle Länge wird im Ultraschall aber nie gemessen – sie wird aus den Biometriewerten abgeleitet, nach einer Regel, die die wenigsten Anbieter offenlegen. Und die Scheitel-Steiß-Länge selbst wird nach der 14. SSW nicht mehr routinemäßig erhoben; ihre internationale Referenzkurve endet bei 15+0 SSW.

Deshalb hört unsere Längenangabe mit der 15. SSW auf. Ausführlich, mit allen Konsequenzen für den Vergleich zwischen zwei Tabellen, steht das im 3D-Größenvergleich im Detail; welcher Wert im Ultraschall gemessen und welcher gerechnet wird, trennt die Fötus-Größentabelle.

Was Durchschnittswerte aussagen – und was nicht

Alle Angaben hier sind Mittelwerte aus großen Untersuchungsgruppen, und um sie herum liegt eine erhebliche natürliche Streuung. In der 20. SSW reicht der Bereich zwischen der 10. und der 90. Perzentile von 275 bis 387 Gramm, am Termin von 3.004 bis 4.234 Gramm. Im dritten Trimester liegen also über tausend Gramm zwischen zwei völlig unauffälligen Kindern derselben Woche.

Perzentilwerte: Hadlock FP, Harrist RB, Martinez-Poyer J (1991), Radiology 181(1):129–133, Tabelle 1.

Dazu kommt die Messungenauigkeit: Die Gewichtsschätzung im Ultraschall berechnet aus Kopf-, Bauch- und Oberschenkelmaßen ein Gewicht, und diese Schätzung streute in der Untersuchung von Hadlock und Kollegen um rund 12,7 Prozent – als eine Standardabweichung. Etwa jede dritte Schätzung liegt außerhalb dieses Bereichs. Was das für einen konkreten Wert bedeutet, rechnet der Schätzgewicht-Rechner vor.

Praktisch heißt das: Ein Wert, der von der Tabelle abweicht, ist zunächst nur ein Wert. Ob er Bedeutung hat, entscheidet nicht die Abweichung an einem einzelnen Termin, sondern der Verlauf über mehrere Untersuchungen – und diese Einschätzung gehört in die Vorsorgeuntersuchung, nicht auf eine Website. Wenn du Werte aus verschiedenen Quellen vergleichst, prüfe außerdem zuerst, welche Messart angegeben ist; dazu erklärt der Artikel zur Scheitel-Steiß-Länge mehr.

Häufige Fragen

Woher weiß ich, in welcher SSW ich bin?

Gezählt wird ab dem ersten Tag deiner letzten Periode, nicht ab dem Eisprung. „20+3“ heißt: 20 volle Wochen und 3 Tage; mit der „20. SSW“ ist der Zeitraum 20+0 bis 20+6 gemeint, und alle Werte hier beziehen sich auf den Beginn der genannten Woche. Wenn du dein Datum eingeben und die Woche ausrechnen lassen willst, nutz den SSW-Rechner.

Mein Baby ist laut Ultraschall kleiner als in der Tabelle. Ist das schlimm?

In den meisten Fällen nicht. Rund um jeden Durchschnittswert liegt eine breite Normalverteilung, und die Messung selbst streut um rund zwölf Prozent. Auffällig wird es erst, wenn das geschätzte Gewicht unterhalb der 10. Perzentile liegt oder wenn die Wachstumskurve über mehrere Untersuchungen abflacht. Beides beurteilt deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt – sprich einen abweichenden Wert dort an, statt ihn selbst einzuordnen.

Kostet die Nutzung etwas?

Nein. Das 3D-Modell ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar, und deine Eingaben bleiben in deinem Browser.

Medizinischer Hinweis

Das 3D-Modell ist eine Visualisierung von Durchschnittswerten, kein Bild deines Babys und keine Untersuchung. Es ersetzt weder den Ultraschall noch die Vorsorge und sagt nichts darüber aus, wie sich deine Schwangerschaft konkret entwickelt. Wenn dir ein Wert Sorgen macht, ist die richtige Adresse deine gynäkologische Praxis – dort wird nicht ein einzelner Wert beurteilt, sondern der Verlauf über mehrere Termine.

Modellquellen

Die GLB-Modelle werden im Browser gerendert und auf repräsentative Realwerte skaliert. Für die Skalierung gilt: 1 Three.js-Welteinheit entspricht 1 cm; GLB-Export-Einheiten werden nicht als physische Einheiten übernommen.

3D-Modelle

Martina Schneider, Autorin

Über die Autorin

Martina Schneider ist Mutter eines bereits erwachsenen Sohnes und hat die durchwachten Nächte der ersten beiden Jahre selbst hinter sich.

Schreibt aus eigener Erfahrung. Gesundheitsbezogene Angaben werden mit Quellen belegt und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Dieser Artikel basiert auf: Hadlock FP, Harrist RB, Martinez-Poyer J (1991), In utero analysis of fetal growth: a sonographic weight standard, Radiology 181(1):129–133, Tabelle 1 – Gewichte und Perzentilspannen der 10. bis 40. SSW sowie die Streuung der Gewichtsschätzung von 12,7 Prozent (eine Standardabweichung). · INTERGROWTH-21st Early Pregnancy Standards, „International Fetal Size Standards in Early Pregnancy“, © University of Oxford; Papageorghiou AT, Kennedy SH, Salomon LJ et al. (2014), Ultrasound in Obstetrics & Gynecology 44(6):641–648, doi:10.1002/uog.13448 – Scheitel-Steiß-Längen von 8+2 bis 15+0 SSW. · INTERGROWTH-21st Fetal Growth Standards, „Femur Length (mm)“, © University of Oxford; Papageorghiou AT, Ohuma EO, Altman DG et al. (2014), The Lancet 384(9946):869–879 – Femurlängen der 14. bis 40. SSW. · Gemeinsamer Bundesausschuss, Mutterschafts-Richtlinien, Anlage 1a (Ultraschall-Screening in der Schwangerschaft) – Zeitfenster der drei Screenings.

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